Badminton-Wetten in der Schweiz: was Swisslos und Loterie Romande anbieten, wie Quoten entstehen und was sie kosten

Updated Oktober 2026
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Stand: 19. Oktober 2026 – geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) und gegen die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026).

Ein Federball liegt auf dem Boden einer leeren Sporthalle, das Netz verschwimmt im Hintergrund, Licht fällt durch hohe Fenster.
Beim Badminton wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt; ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei mindestens 21 Punkte mit mindestens 2 Punkten Vorsprung hat.

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten. Beide haben eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt; jeder deckt sein Sprachgebiet ab. Eine Wette auf Badminton steht und fällt deshalb mit der Frage, ob die Gespa-Liste diese Sportart und die passenden Wettarten führt – und damit, ob Sporttip oder Jouez Sport sie im Wettprogramm tatsächlich anbieten. Alles, was an Quoten, Regeln und Limits folgt, gilt nur, wenn die Wette über einen dieser beiden Veranstalter läuft.

Spielerschutz und Selbstkontrolle: was jede Wette auf Badminton mitträgt

Wer in der Schweiz eine Badminton-Wette platziert, akzeptiert ein Schutzpaket, das nichts mit dem Sport zu tun hat und trotzdem auf jeden Tipp durchschlägt. Die zwei Veranstalter müssen Spielende zur Selbstkontrolle anhalten – das Geldspielgesetz verlangt Verlustlimiten und eine Sperrmöglichkeit, und beide haben das in ihren Bedingungen umgesetzt. Was das in der Praxis heisst, ist vor allem für Spielende mit kleinem Budget spürbar: die Regeln greifen vor der ersten Wette, nicht erst beim Problem.

Ein Paar Hallenschuhe steht ordentlich neben einer Sporttasche auf einer Bank in einer leeren Garderobe, ein Fenster lässt Morgenlicht herein.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Verlustlimiten vor der ersten Teilnahme

Bevor eine Wette bei Sporttip angenommen wird, müssen Spielende eigene Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen nur bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort; eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden – eine bewusste Bremse gegen Spontanreaktionen nach einer verlorenen Wette. Zusätzlich lässt sich eine Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Wer ohne diese Limite spielen wollte, kann es nicht: ohne Limit keine Wette.

Freiwillige Sperre und Sperrregister

Swisslos lässt den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren – ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos, Online-Casinos und das Fürstentum Liechtenstein. Freiwillig heisst hier nicht beliebig: wer sich einmal sperrt, bleibt für mindestens drei Monate gesperrt, eine Aufhebung geht nur über eine spezialisierte Stelle. Das verhindert, dass eine Sperre am Tag der schlechten Laune entschieden und am Tag danach wieder aufgehoben wird.

Zwei Badmintonschläger lehnen gekreuzt an einer Hallenwand aus Holz, daneben steht ein Korb mit Federbällen.
Der Badminton-Weltverband BWF (Badminton World Federation) ging aus der 1934 gegründeten International Badminton Federation (IBF) hervor und trägt den Namen seit 2006.

Folgen für Badminton-Wetten mit kleinem Einsatz

Eine Satzwette oder eine Quote auf einen Matchwinner kostet Spielende nicht mehr, nur weil sie Badminton tippen – die Marge steckt im Preis, nicht im Produkt. Aber sie kostet Spielende dasselbe, wenn sie aufgeben: dieselbe Senkung der Limite, dieselbe Sperre, derselbe Registereintrag. Wer auf einer Randsportart mit kleinen Einsätzen spielt, ist vom Schutzpaket genauso erfasst wie jemand, der hohe Beträge auf Fussball setzt. Das ist gut so – aber wer denkt, eine kleine Wette sei privat und gehe niemanden etwas an, irrt: ohne Wohnsitz im Vertragsgebiet, ohne Ausweis und ohne erfasste Limite gibt es keine Wette.

Veranstalter im Vergleich: wer in der Schweiz Badminton anbieten darf

Die Auswahl ist klein und staatlich gesetzt: zwei Veranstalter, klar getrennte Sprachgebiete. Alles andere ist Offshore und fällt durch das Schweizer Aufsichtsraster – die Sperrliste blockt Domains, die Gespa kennt keine Anbieter mit Schweizer Bewilligung ausser diesen zweien. Der Vergleich zeigt, was jeder Welcher im Programm hat und was er an Schutz bietet.

Vergleich der Veranstalter nach Bewilligung und Angebot

Anbieter Bewilligung Veranstalter / Bewilligungsform
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); Sporttip-Bewilligung im Vertragsgebiet
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
BetFury ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Unibet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
BetOnRed ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Betovo ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz

Die ersten beiden Reihen decken zusammen die Schweiz ab. Jede Marke ohne Schweizer Bewilligung darf in der Schweiz nicht beworben werden – Art. 74 Abs. 3 BGS –, eine Busse bis CHF 500’000 steht im Raum. Wer dort spielt, hat keine Schweizer Aufsicht, keinen Eintrag im Sperrregister und keinen Schweizer Rekursweg. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste gesperrter Domains – kein Verzeichnis zusätzlicher lizenzierter Anbieter, weil es keine gibt.

Was die Schweizer Veranstalter voneinander unterscheidet

Swisslos und Loterie Romande haben beide die gleiche Bewilligungsform, beide werden von der Gespa beaufsichtigt, beide müssen dieselben Spielregeln einhalten. Sie unterscheiden sich im Vertragsgebiet: Swisslos führt Sporttip in 19 Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer im Wallis wohnt, kann sich nur bei der Loterie Romande registrieren; wer in Zürich wohnt, nur bei Swisslos. Eine Wahl zwischen den beiden gibt es für niemanden – die Veranstalter teilen das Land unter sich auf, sie konkurrieren nicht um dieselben Spielende.

Grundlagen: wie Badminton gespielt wird und welche Wetten daraus entstehen

Bevor die Quote Sinn ergibt, lohnt sich ein Blick auf das Spiel. Badminton hat eigene Regeln, eigene Satzlogik und einen Verband, der den internationalen Spielkalender prägt. Aus dieser Logik entstehen die typischen Wettmärkte – und ihre Tücken.

Zählweise und Satzmodus

Ein Badminton-Match wird auf zwei Gewinnsätze gespielt. Ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei 21 Punkte erreicht und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung hat. Bei 20:20 wird verlängert, bis der Vorsprung von zwei Punkten steht oder 30 Punkte erreicht sind – ein Endstand von 30:29 ist also möglich. Seit 2006 gilt weltweit die Rallypoint-Zählweise, bei der jede Rallye einen Punkt bringt, unabhängig vom Aufschlagrecht; davor konnte nur die aufschlagende Partei punkten, was den Spielfluss spürbar verlangsamte. Diese Änderung hat auch die Wettmärkte verändert: ein Rückstand ist heute auflösbarer als unter dem alten System.

Ab 2027 sollen die Sätze auf der BWF World Tour nur noch bis 15 Punkte gespielt werden, mit Verlängerung bis 21. Die Generalversammlung 2025 hat das mit 82 Prozent beschlossen. Solange die Schweizer Veranstalter noch auf die alten Sätze Wetten anbieten, rechnet eine Satzwette auf das bisherige Format; nach der Umstellung müssen Spielende auf das neue Format achten.

Disziplinen und Spielfeld

Es gibt fünf Disziplinen: Dameneinzel, Herreneinzel, Damendoppel, Herrendoppel und Mixed. Das Feld ist 13,40 m lang und im Einzel 5,18 m breit, im Doppel 6,10 m. Das enge Feld und die fünf Disziplinen sorgen dafür, dass eine Satzwette je nach Disziplin sehr unterschiedliche Längen hat – ein Herreneinzel kann in zwei Sätzen enden, ein langes Damendoppel in drei. Wer auf die Anzahl Sätze wettet, sollte das mitdenken.

Turniere und Weltverband

Der Weltverband BWF (Badminton World Federation) ging 2006 aus der 1934 gegründeten International Badminton Federation (IBF) hervor. Die grossen Teamwettbewerbe sind der Thomas Cup für Herren-Nationalteams seit 1949, der Uber Cup für Damen-Nationalteams seit 1957 und der Sudirman Cup für gemischte Teams seit 1989. Die All England Championships gibt es seit 1899 und zählen neben den China Open, Malaysia Open und Indonesia Open zu den BWF World Tour Super 1000 – die oberste Kategorie im Einzelturnierkalender. Eine Wette auf ein Finale der All England ist eine Wette auf das wichtigste Einzelturnier des Jahres.

Welche Wettarten bei Badminton sinnvoll sind

Bei einer Sportart mit fünf Disziplinen, Satzmodus bis 21 (oder ab 2027 bis 15) und ständigem Wechsel der Rallyehoheit passen manche Märkte besser als andere. Matchwinner, Satzwetten und Handicaps sind die üblichen Verdächtigen; alles, was an Mikromärkten über den Punktestand einzelner Aufschläge geht, hat sich im Wettprogramm bisher nicht durchgesetzt. Welche Märkte ein Veranstalter konkret anbietet, steht in seinem Wettprogramm – die Gespa-Liste bestimmt die Obergrenze, der Veranstalter entscheidet, was er davon ins Programm nimmt.

Wie Quoten entstehen und was die Marge kostet

Die Quote auf einen Badminton-Spieler ist kein Tipp des Buchmachers, sondern eine Rechnung. Sie enthält die Wahrscheinlichkeitseinschätzung und die Marge, die der Veranstalter für sich behält. Wer das versteht, liest jede Quote anders.

Quote und Wahrscheinlichkeit

Eine Quote von 2.00 entspricht einer faire eingeschätzten Gewinnwahrscheinlichkeit von 50 % – ohne Marge gerechnet. Bei 1.50 wären es 66,7 %, bei 3.00 wären es 33,3 %. Die Faustregel: fair eingeschätzte Wahrscheinlichkeit = 1 / Quote. Was eine Quote wirklich wert ist, hängt davon ab, wie viel Marge der Veranstalter eingepreist hat.

Was die Marge ist

Auf einem Zweiwege-Markt – zum Beispiel Sieg Spielerin A gegen Sieg Spielerin B – ergibt die faire Auszahlungsquote 1 / (1/Quote A + 1/Quote B). Bei zwei Quoten von 1.90 und 1.90 wäre das 1 / (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.95, also 95 % Auszahlung. Die Marge ist die Differenz zu 100 %, in diesem Beispiel 5 %. Das ist der Anteil, den der Veranstalter pro eingesetzten Franken auf diesem Markt im Durchschnitt behält. Bei einem Dreiwege-Markt – etwa Siegerin eines Halbfinals mit Unentschieden als eigenem Ausgang – addieren sich die Kehrwerte aller drei Quoten, und die Marge fällt höher aus, weil der Veranstalter einen dritten Ausgang absichert.

Was die Marge für eine Wette bedeutet

Eine 5 % Marge auf einem 1.90/1.90-Markt heisst: wer 100 Franken verteilt auf beide Seiten setzt, bekommt im Durchschnitt 95 Franken zurück. Auf Dauer verliert eine Wette auf einen 1.90/1.90-Markt genau diese 5 % – unabhängig davon, wie klug die Tipps sind. Bei einem Markt mit 8 % Marge sind es 8 Franken Verlust pro 100. Auf Mikromärkten mit niedrigeren Quoten oder vielen Ausgängen liegt die Marge eher im Bereich von 6 bis 10 %, auf Hauptmärkten mit hoher Liquidität näher an 3 bis 5 %. Eine Quote ist also nicht «faire Chance minus Buchmacherurteil», sondern «faire Chance minus Marge minus Buchmacherurteil». Auf einer Randsportart wie Badminton mit weniger Liquidität kann sie höher liegen als auf Fussball-Bundesliga-Spielen.

Beispielrechnung für einen Zweiwege-Markt

Nehmen wir einen illustrativen Markt auf einen Matchwinner mit beiden Quoten 1.90. Wer 10 Franken auf Spielerin A setzt, gewinnt bei einem Sieg 19 Franken brutto zurück (10 × 1.90), also 9 Franken Nettogewinn. Bei 10 Franken auf Spielerin B dasselbe. Wer beide Seiten mit je 10 Franken bespielt, hat 20 Franken Einsatz; einer der beiden gewinnt, der andere verliert; ausgezahlt werden 19 Franken – ein Verlust von 1 Franken. Das ist die Marge von 5 % in einer einzigen Wette.

Die Rechnung zeigt, warum Quoten nicht addiert werden können: 1.90 + 1.90 ergibt nicht 100 % faire Chance, sondern 105 % – der Überschuss ist die Marge. Wer auf einem Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 setzt, spielt gegen die Marge, nicht gegen den Buchmacher.

Gewinnberechnung: was eine Wette zurückzahlt

Der Gewinnbetrag bei einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Sporttip rundet den Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf fünf Rappen genau ab – ein Detail, das bei kleinen Einsätzen selten, bei grossen manchmal sichtbar wird. Eine Wette von 5 Franken auf Quote 2.20 zahlt 11 Franken brutto, Nettogewinn 6 Franken; bei einer Kombiwette mit drei Quoten 2.00, 2.10 und 1.80 ergibt sich eine Gesamtquote von 7.56 und ein Bruttogewinn von 75.60 Franken auf 10 Franken Einsatz.

Kombiboost als Zückerchen – und seine Tücken

Der Kombiboost bei Sporttip verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Der Boost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und ist in Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Wer den Boost mitnimmt, weil er «umsonst» aussieht, sollte wissen: die Marge der Einzelmärkte bleibt im Produkt, und ein 100 %-Boost auf vier Quoten von 1.50 bringt am Ende weniger, als die Marge auf denselben Quoten frisst. Wer trotzdem Kombiwetten spielt, sollte den Boost als kleinen Aufschlag verstehen, nicht als Ausgleich für die Marge.

Cash-Out, Livewetten und Marktmechanik bei Sporttip

Wer auf Badminton setzt, landet irgendwann bei Livewetten, weil einzelne Sätze live mitverfolgt werden können. Was Sporttip an Funktionen anbietet – und wo sie aufhören – gehört zum Bild.

Cash-Out: was es ist und was es kostet

Cash-Out bei Sporttip funktioniert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Nicht-Cash-Out, hängt vom Spielstand ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten. Einmal ausgeführt, lässt sich ein Cash-Out nicht rückgängig machen – wer zu früh drückt, gibt einen möglichen Gewinn ab.

Auf Badminton heisst das: wer nach einem verlorenen ersten Satz die Wette vorzeitig auszahlt, verkauft sie zum niedrigeren Cash-Out-Preis. Im zweiten Satz kann der Spieler zurückkommen, und der vorzeitige Ausstieg wird zum Verlustgeschäft. Der Cash-Out ist eine Versicherung gegen grosse Verluste, keine Strategie für Gewinne.

Livewetten und was bei einem 1.00-Score passiert

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 – wer also auf den Sieg von Spielerin A setzt, nachdem sie schon gewonnen hat, bekommt nur den Einsatz zurück. In spielentscheidenden Momenten – Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei Badminton gibt es keine Elfmeter, aber spielentscheidende Momente wie den Matchball lassen sich ähnlich handhaben; wer Sekunden vor dem entscheidenden Punkt live tippt, riskiert die 1.00-Wertung.

Voneinander abhängige Ereignisse und Bet-Builder

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Auf Badminton heisst das: eine Wette auf «Sieg Spielerin A» und «Satz 1 geht an Spielerin B» auf demselben Match gehört in den Bet-Builder, nicht in eine gewöhnliche Kombiwette. Wer die Regel nicht kennt, riskiert eine Annahme und eine spätere Rückabwicklung.

Quotenboosts und Profitboosts

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Auf Badminton mit niedrigeren Quoten bringt ein Quotenboost von 20 % auf einer Quote von 1.90 etwa 0.38 Franken zusätzlichen Gewinn pro 10 Franken Einsatz – ein Detail, das bei hohen Einsätzen interessant wird, bei kleinen nicht.

Regulierung in der Schweiz: was erlaubt ist und was nicht

Die Schweizer Regulierung folgt dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Sportwetten sind ein Grossspiel nach Art. 3 lit. c und e BGS und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) beaufsichtigt – nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS); sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Was bewilligt werden kann

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Liste weiterer lizenzierter Anbieter existiert nicht – es gibt schlicht keine weiteren. Was gespielt werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Rangwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Eckball- oder Kartenmärkte gibt es auf dieser Liste nicht, keine Esports-Sektion, keine Wetten auf Trainingsläufe.

Was nicht erlaubt ist

Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Eine ausländische Lizenz – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem beliebigen anderen Staat – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu organisieren ist eine Straftat: bis 3 Jahre oder Geldstrafe, gewerbsmässig bis 5 Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Was das für Badminton-Wetten heisst

Badminton steht auf der Gespa-Liste – sonst hätte die Frage nach Badminton-Wetten in der Schweiz keinen Sinn. Welche Wettbewerbe gelistet sind (BWF World Tour, Thomas/Uber Cup, All England), bestimmt das konkrete Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport. Wer auf ein Jugendturnier oder ein nationales Qualifikationsturnier wetten will, das nicht auf der Liste steht, hat in der Schweiz keine legale Wettmöglichkeit – auch wenn ein ausländischer Anbieter die Wette annimmt.

Sperrliste und DNS-Block

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS sperren (Art. 86–93 BGS; erste Liste am 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt – das sogenannte Domain-Hopping. Swisslos und Loterie Romande sind nicht auf der Liste; ausländische Anbieter, die in der Schweiz ohne Bewilligung Sportwetten anbieten, sind darauf zu finden. Die Liste ist kein Verzeichnis der «schlechten» Anbieter, sondern eine Liste der Anbieter, die in der Schweiz nicht zugelassen sind.

Steuerliche Lage: Gewinne und Freibeträge

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Bundesweit liegt die Schwelle bei CHF 1’071’000 ab 1.1.2026 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025). Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonale Schwelle weicht davon ab – die Antwort ist «je nach Kanton», nicht eine einzelne Zahl.

Was das praktisch heisst

Ein typischer Badminton-Wettende gewinnt pro Wette weit unter dem Freibetrag: eine Wette von 50 Franken auf Quote 3.00 bringt 150 Franken brutto, also 100 Franken Nettogewinn. Das ist einkommensteuerfrei, ohne Verrechnungssteuer, ohne Meldung. Wer einmal im Jahr einen Wettgewinn von 5’000 Franken erzielt, liegt ebenfalls unter dem Freibetrag. Erst wenn ein einzelner Gewinn den Freibetrag übersteigt – etwa ein Hocherfolg auf einer Kombiwette mit hohen Quoten –, greift die Verrechnungssteuer.

Gewinne aus ausländischen Anbietern

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis kann aber anders aussehen: Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Wer bei einem offshore-Bookmaker auf Badminton setzt und gewinnt, sollte die kantonale Praxis kennen, bevor er die Wette platziert. Eine allgemeine Antwort gibt es nicht – «je nach Kanton» ist hier die ehrliche Formulierung, und die genauere Auskunft gibt das kantonale Steueramt oder ein Steuerberater.

Keine Wettsteuer auf den Einsatz

Die Schweiz kennt keine Wettsteuer auf den Einsatz. Was eine Wette kostet, ist die Marge im Preis – nicht eine staatliche Abgabe, die der Veranstalter einbehält. Wer eine Wette mit Quote 1.90 platziert, setzt 10 Franken ein, riskiert 10 Franken, und gewinnt 9 Franken netto bei einem Erfolg. Eine Wettsteuer, die der Anbieter vor der Quote abzieht, gibt es im Schweizer System nicht.

Werbung, Boni und Gratiswetten

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen abzielen (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Für Badminton-Wetten in der Schweiz heisst das: Werbung für ausländische Anbieter, die Badminton-Wetten offerieren, ist in der Schweiz nicht erlaubt.

Gratiswetten und Gratisspielguthaben

Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 solche Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt – ein rares Werbegeschenk, das nicht im normalen Wettprogramm liegt. Bonusbeträge und Bedingungen kommen nur aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters; eine pauschale Aussage «in der Schweiz gibt es 100 % Bonus auf Eröffnung» gibt es nicht, weil es das so nicht gibt.

Was bei den ausländischen Anbietern steht – und warum es hier steht

Die Tabelle listet acht ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das ist kein Ranking, das ist eine Information: diese Anbieter existieren, Schweizer Spielende treffen auf sie, und sie fallen durch die Schweizer Aufsicht. Eine Beschreibung, kein Testbericht – wer dort spielt, tut es auf eigenes Risiko, mit ausländischem Recht und ohne Schweizer Aufsicht.

Was die acht Anbieter gemeinsam haben

Alle acht Marken – Rollbit, BDMBet, BetFury, Unibet, Rabona, BetOnRed, Betovo, HornetBet – haben keine Schweizer Veranstalterbewilligung. Eine ausländische Lizenz, die einer von ihnen vorweisen kann, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Keiner der Anbieter ist an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, keiner gewährt Schweizer Spielenden den Schutz der Schweizer Aufsicht. Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen und per DNS gesperrt werden – was die Erreichbarkeit von nicht gleich beeinflusst, aber den Rechtsstatus nicht ändert.

Warum sie trotzdem auftauchen

Wer im Internet nach «online badminton wetten» sucht, stösst auf diese Marken. Sie werben international, haben Marketingbudgets und tauchen in Suchergebnissen auf. Sie aufzulisten heisst nicht, sie zu empfehlen – es heisst, sie zu identifizieren, damit eine suchende Person weiss, dass sie keine Schweizer Bewilligung haben und keine Schweizer Aufsicht geniessen. Die Aufsicht heisst: keine Gespa-Kontrolle, keine Sperre im Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit bei Streit.

Was eine spielende Person bei diesen Anbietern riskiert

Strafrechtlich wird die spielende Person in der Schweiz nicht verfolgt (BJ). Aber: Einsätze und Gewinne können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Schweizer Stelle, die bei Streit um Auszahlungen hilft. Wer dort spielt, sollte wissen, dass die Quoten auf Badminton zwar aussehen wie auf einer Schweizer Seite, aber niemand in der Schweiz die Quoten prüft, die Auszahlung sichert oder bei einem Konflikt vermittelt. Die Werbung «100 % sicher» oder «lizenziert in Malta» ändert daran nichts, weil eine ausländische Lizenz in der Schweiz keine Lizenz ist.

Wie eine seriöse Prüfung in der Schweiz aussieht

Wer prüfen will, ob ein Anbieter in der Schweiz bewilligt ist, prüft die Gespa-Verzeichnisse. Die Gespa führt keine Liste zusätzlicher Buchmacher – die Tatsache, dass ein Anbieter nicht in einem Verzeichnis auftaucht, heisst nicht automatisch «nicht bewilligt», weil die Gespa keine Liste führt. Wer prüft, ob ein Anbieter auf der Sperrliste steht, prüft die DNS-Sperrliste der Gespa. Wer auf der sicheren Seite sein will, spielt nur bei Sporttip oder Jouez Sport – beide haben eine Schweizer Bewilligung und sind nicht auf der Sperrliste.

Badminton-Wetten konkret: wie eine Wette aussieht

Ein konkretes Beispiel zeigt, wie eine Wette auf Badminton in der Schweiz entsteht, was sie kostet und was sie zurückbringt. Die Zahlen sind illustrativ, nicht von einem konkreten Match – das Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport zeigt, welche Matches tatsächlich angeboten werden.

Eine Einzelwette auf einen Matchwinner

Spielerin A trifft auf Spielerin B im Dameneinzel. Beide Quoten liegen bei 1.90. Wer 10 Franken auf Spielerin A setzt und sie gewinnt, erhält 19 Franken brutto zurück – 9 Franken Nettogewinn. Verliert sie, sind die 10 Franken weg. Die faire Wahrscheinlichkeitseinschätzung wäre 50/50; durch die Marge von 5 % zahlt der Markt nur 95 % der Einsätze zurück. Wer immer auf Spielerin A setzt, gewinnt statistisch 50 % seiner Wetten – bei einer Marge von 5 % verliert er auf Dauer 5 % seines Einsatzes.

Eine Satzwette auf den ersten Satz

Spielerin A gewinnt den ersten Satz mit 21:15. Wer auf den ersten Satz zugunsten Spielerin A wettet, gewinnt, wenn Spielerin A diesen Satz gewinnt – die Quote hängt davon ab, wie das Wettprogramm den Satz listet. Bei einer angenommenen Quote von 1.60 wäre der Gewinn 6 Franken netto auf 10 Franken Einsatz. Die Frage ist, was die Quote enthält: die Wahrscheinlichkeit, dass Spielerin A den Satz gewinnt, und die Marge des Marktes. Wer auf viele solcher Sätze wettet, sollte wissen, dass Sätze bei Badminton sehr kurz sind – die Marge pro Wette zehrt am Ende mehr, als das Bauchgefühl ausmacht.

Eine Kombiwette über zwei Matches

Spielerin A gewinnt Match 1, Spieler X gewinnt Match 2. Die Einzelquoten seien 1.50 und 2.20. Die Gesamtquote ist 1.50 × 2.20 = 3.30. Wer 10 Franken einsetzt, gewinnt 33 Franken brutto, also 23 Franken netto. Die Marge der Kombination ist nicht einfach die Summe der Margen, sondern das Produkt der Auszahlungsquoten – und eine Kombiwette trägt die Marge beider Märkte in sich. Wer auf vier Matches statt zwei Serien kombiniert, vervielfacht die Marge entsprechend.

Registrierung und Konto: was vor der ersten Wette nötig ist

Bevor die erste Wette platziert wird, steht die Registrierung. Bei Sporttip und Loterie Romande läuft sie ähnlich: Identitätsprüfung, Verlustlimiten, einmaliges Konto pro Person. Wer diese Schritte kennt, weiss, warum die erste Wette nicht in fünf Minuten platziert ist.

Was Swisslos für die Online-Teilnahme verlangt

Voraussetzung sind mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft – eine manuelle Prüfung, die in der Regel Minuten bis Stunden dauert. Wer unter 18 ist oder im falschen Kanton wohnt, wird abgewiesen.

Verlustlimiten und Einzahlungslimiten

Beide Veranstalter verlangen eigene Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Bei Sporttip liegt die Obergrenze bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Ohne Limit keine Wette – wer die Limite nicht setzt, kann nicht wetten, und wer die Erhöhung sofort will, wartet drei Tage.

Wohnsitz und Vertragsgebiet

Swisslos deckt 19 Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein ab; Loterie Romande deckt die sechs Westschweizer Kantone ab. Wer in Genf wohnt, registriert sich bei der Loterie Romande; wer in Genf ein Konto bei Swisslos eröffnen will, wird abgewiesen. Die geografische Aufteilung ist nicht verhandelbar.

Auszahlung: wohin das Geld geht

Gewinne und Guthaben werden auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es bei Schweizer Veranstaltern nicht. Welche Zahlungsmittel ein Veranstalter konkret akzeptiert – Banküberweisung, PostFinance, Twint –, steht in seinen Bedingungen. Was nicht in den Bedingungen steht, gibt es nicht.

Limits und Höchsteinsätze bei Sporttip

Die Limits sind keine staatlich gesetzten Beträge, sondern betriebliche Regeln der Veranstalter. Sie können jederzeit geändert werden, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Mindest- und Höchsteinsätze

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette, bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten ohne Angabe von Gründen ändern – wer eine Wette über der Limite platziert, wird abgewiesen.

Was das für kleine Einsätze heisst

Eine Wette von 1 Franken ist möglich, eine Wette von 50 Cent nicht – die Untergrenze liegt bei CHF 1. Wer mit kleinen Einsätzen spielt, kann das tun, muss aber mit dem Mindesteinsatz arbeiten. Bei einer Quote von 1.90 ist der mögliche Nettogewinn 90 Rappen – der Bruttogewinn 1.90 Franken, abgerundet auf fünf Rappen genau 1.90 Franken.

Was das für hohe Einsätze heisst

Wer hoch wetten will, hat bei Einzelwetten bei CHF 1’000 pro Wette eine Decke. Systemwetten gehen bis CHF 10’000. Wer die Decke erreichen will, kann mehrere Wetten parallel platzieren – das Wettprogramm zeigt, was pro Wette möglich ist. Wer deutlich mehr setzen will, hat bei den Schweizer Veranstaltern keine legale Möglichkeit; ausländische Anbieter haben diese Limits nicht, aber ihre Bewilligung in der Schweiz auch nicht.

Häufige Fragen

Dürfen in der Schweiz Badminton-Wetten platziert werden, und bei welchem Veranstalter?

Ja, Badminton ist eine bewilligte Sportart nach der Gespa-Liste. Sportwetten in der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport anbieten. Beide brauchen eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt. Ein Online-Konto gibt es nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet der beiden Veranstalter.

Wie wirken sich zwei Gewinnsätze und die Verlängerung bei 20:20 auf Satzwetten aus?

Badminton wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt; ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei 21 Punkte mit mindestens zwei Punkten Vorsprung erreicht. Bei 20:20 wird verlängert, bis der Vorsprung von 2 Punkten steht oder 30 Punkte erreicht sind – ein Endstand von 30:29 ist möglich. Satzwetten auf einen bestimmten Satz müssen diese Logik berücksichtigen; eine Wette auf «Satz geht über 21 Punkte» ist bei einem Endstand von 30:29 verloren oder gewonnen, je nach Auslegung des Marktes.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Der Gewinn einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote; bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Bei 10 Franken Einsatz und Quote 2.20 sind es 22 Franken brutto, also 12 Franken Nettogewinn. Bei einer Kombiwette mit Quoten 2.00, 1.80 und 1.50 ergibt sich eine Gesamtquote von 5.40 und ein Bruttogewinn von 54 Franken auf 10 Franken Einsatz.

Was ist die Marge im Wettmarkt, und wie erkennt man sie an einer Quote?

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter pro eingesetztem Franken im Durchschnitt behält. Bei einem Zweiwege-Markt mit beiden Quoten 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von etwa 95 % und damit eine Marge von 5 %. Bei einem Dreiwege-Markt mit Quoten 2.50, 3.20 und 2.80 ist die Auszahlungsquote niedriger und die Marge höher. Die Marge lässt sich also an der Quote ablesen, indem man die Kehrwerte aller Quoten addiert und von 100 % abzieht.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie lange dauert eine freiwillige Spielsperre mindestens?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (CHF 1’000 unter 21 Jahren). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Sperre dauert mindestens 3 Monate; eine Aufhebung geht nur über eine spezialisierte Stelle, und eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Sperrregister eingetragen, das auch für Casinos gilt.

Sind Wettgewinne steuerfrei, und was bedeutet «je nach Kanton»?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, der auf Bundesebene bei CHF 1’071’000 ab 2026 liegt. Über dem Freibetrag werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Die kantonale Schwelle weicht ab – daher die Formulierung «je nach Kanton», die je nach Wohnsitz unterschiedlich aussieht. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, können aber nach kantonalem Recht voll steuerbar sein.

Inhalt erstellt vom Team «Wettgutscheinch.com»