Davis Cup Wetten in der Schweiz: Was der Markt 2026 wirklich kostet
Stand der Daten: 19. Oktober 2026, geprüft gegen die Aufschauene der Eidgenössischen Spielbankenkommission und die Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter.
Der Davis Cup 2026 beginnt am 5. Februar und endet am 29. November 2026. Wer in der Schweiz auf die Mannschaftsbegegnungen wetten will, hat genau zwei seriöse Anlaufstellen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere spielt sich ausserhalb der Schweizer Bewilligung ab, mit anderen Regeln, anderem Schutz und einer anderen Besteuerung. Was das in Franken kostet, welche Marge in den Tennis-Quoten liegt und welche Limits vor dem ersten Tipp stehen, zeigt dieser Überblick.

Spielerschutz: Limiten, Pausen und Sperre vor der ersten Wette
Wer in der Schweiz Sportwetten abschliesst, kann und soll den eigenen Rahmen selbst ziehen, bevor der erste Franken den Wettschein erreicht. Die Aufsichtsbehörde Gespa verlangt von den beiden bewilligten Veranstaltern, dass sie tägliche, wöchentliche oder monatliche Höchstwerte für Einsatz oder Verlust abfragen; die Höhe legt der Spielende selbst fest.
Bei Sporttip sind das drei Verlustlimiten, die vor der ersten Teilnahme zwingend gesetzt werden: für einen Tag, für sieben Tage und für dreissig Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999; wer jünger als 21 Jahre ist, darf höchstens CHF 1’000 setzen. Eine Senkung einer Limite greift sofort. Eine Erhöhung wird erst nach 72 Stunden wirksam, und das aus gutem Grund: Wer spät am Abend nachverliert und am Morgen die Limite anhebt, soll nicht innerhalb derselben Nacht die eigenen Regeln aushebeln. Ergänzend lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen.

Eine Selbstsperre ist bei Sporttip produktbezogen möglich und dauert zwischen einem Tag und 180 Tagen. Sie wird vor Fristablauf nicht aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt automatisch auch für Schweizer Online-Casinos und für Spielbanken im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich also in einem Casino aussperrt, sperrt sich gleichzeitig für die Sportwette und umgekehrt.
Die rechtliche Grundlage für all das findet sich im Geldspielgesetz (BGS) und in der Verordnung über Geldspiele (VGS): Spielsperre und Selbstausschluss sind dort geregelt, ebenso die Identitätsprüfung und das Verbot, gesperrten oder minderjährigen Personen Gewinne auszuzahlen. Was hier nicht existiert, ist ein staatlich gesetztes Einzahlungsdach: Die Schweiz kennt keine gesetzliche fixe Obergrenze pro Monat. Was nicht angeboten wird, ist ein Sperrmechanismus bei Banken oder Karten gegen ausländische Buchmacher: Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, tut das auf eigenes Risiko und ohne die hiesige Sperre.
Die bewilligten Anbieter im Vergleich: Wer in der Schweiz Davis Cup wetten darf
Vergleich der Schweizer Seite (Research-Stand 14.10.2026): zwei bewilligte Veranstalter, acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die Tabelle zeigt, wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf und wo die Gespa den Zugang blockiert.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter bzw. ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Grossspiel-Bewilligung BGS (Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Grossspiel-Bewilligung BGS (Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa) | Loterie Romande, Sitz Lausanne |
| 20Bet | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt |
| WirWetten | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt |
| Betwinner | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt |
| BetOnRed | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt |
| BC Game | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt |
| Funbet | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt |
| Duelbits | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt |
| Sportuna | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt |
Diese Reihenfolge ist kein Qualitätsurteil. Sie bildet ab, was die Schweizer Rechtslage zulässt: Nur die beiden Genossenschaften dürfen hier Sportwetten anbieten; alles, was keine Schweizer Bewilligung trägt, ist hier nicht zugelassen. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland gilt in der Schweiz nichts (Art. 4 BGS). Die Gespa führt eine Sperrliste von Domains, die Schweizer Internetprovider per DNS blockieren, am Ende des letzten verfügbaren Stands 671 Einträge.
Die zwei bewilligten Anbieter im Profil
Swisslos Sporttip. Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sporttip wird in den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Wer dort wohnt, kann online ein Konto eröffnen, Ausweis hochladen, sich gegen die Adressdatenbank prüfen lassen und sofort tippen. Wer woanders wohnt, geht leer aus. Mindesteinsatz: CHF 1. Höchsteinsatz: CHF 1’000 pro Einzel- und Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Die Limite gilt pro Wette, nicht pro Tag; eine Wette darüber wird schlicht nicht angenommen.
Loterie Romande Jouez Sport. Veranstalterin ist die Loterie Romande mit Sitz Lausanne, Avenue de Provence 14. Sie bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann hier kein Online-Konto anlegen. Die Spielregeln, Limits und das Schutzregime sind mit Sporttip vergleichbar, die Oberfläche ist französischsprachig.
Die ausländischen Marken im Profil
Diese acht Marken sind in der Schweiz nicht zugelassen, ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, und ihre Lizenzen aus dem Ausland haben hier keine Wirkung. Sie tauchen in diesem Vergleich auf, weil Schweizer Spieler ihnen im Netz begegnen.
20Bet. Keine Schweizer Bewilligung. Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt. Kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsweg. Wer dort einzahlt, hat im Streitfall keinen Ansprechpartner in der Schweiz.
WirWetten. Keine Schweizer Bewilligung. Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt. Gleiche Lage wie 20Bet: kein Schweizer Schutz, ausländische Regeln, ausländische Steuern.
Betwinner. Keine Schweizer Bewilligung. Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt. Bekannt für hohe Boni und aggressives Marketing, in der Schweiz weder beworben noch empfehlbar.
BetOnRed. Keine Schweizer Bewilligung. Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt. Wie die anderen: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Sperre, kantonale Besteuerung der Gewinne im Einzelfall zu prüfen.
BC Game. Keine Schweizer Bewilligung. Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt. Plattform mit Krypto-Schwerpunkt; in der Schweiz sind Krypto-Auszahlungen über bewilligte Veranstalter nicht erlaubt, was die Plattform zusätzlich ausschliesst.
Funbet. Keine Schweizer Bewilligung. Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt. Klassischer Offshore-Bookie, kein Schweizer Schutzrahmen.
Duelbits. Keine Schweizer Bewilligung. Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt. Krypto-lastige Plattform mit den gleichen Einschränkungen wie BC Game.
Sportuna. Keine Schweizer Bewilligung. Lizenz ausgewiesen: nicht festgestellt. Kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Sperre, ausländische Lizenz ohne Wirkung hier.
Allen acht gemeinsam: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an die Schweizer Spielsperre, kantonale Besteuerung je nach Wohnsitzkanton, Gewinne ausländischer Anbieter können in einzelnen Kantonen als Einkommen gelten, und bei einer Blockade durch die Gespa verschwindet der Zugang von heute auf morgen. Wer hier spielt, sitzt auf einem Stuhl ohne Lehne.
Das Kostenprofil der beiden Bewilligten
Die «Kosten» einer Davis-Cup-Wette bestehen aus drei Komponenten: Marge des Marktes, Bearbeitungszeit und das, was die Hausregeln vom Gewinn abziehen.
Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 100 macht das einen Auszahlungsbetrag von 210.00 Franken, abgerundet 210.00. Bei ungeraden Quoten, etwa 2,18, wird aus 218.00 Franken 217.95. Pro Wette geht es um Rappen, über ein Jahr können sich daraus niedrige einstellige Frankenbeträge summieren, die der Veranstalter einbehält.
Die Mindest- und Höchsteinsätze sind klar: CHF 1 unten, CHF 1’000 oben pro Einzel- oder Kombiwette. Wer mit Systemwetten spielt, kann bis zu CHF 10’000 setzen, allerdings multipliziert sich dort das Risiko schnell. Wer täglich mehrere Wetten platziert, läuft zudem in die Verlustlimite, die er selbst gesetzt hat, und genau dort greift der Spielerschutz.
Beide Veranstalter bieten Cash-Out an, allerdings nur als vollständige Auszahlung, ohne Teil-Cash-Out. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Nicht-Ausübung, und der Veranstalter kann Cash-Out jederzeit anbieten oder zurückziehen. Wer seine Wette vorzeitig sichert, gibt einen Teil des möglichen Ertrags ab, ohne zu wissen, ob die Auszahlung am Ende höher gelegen hätte.
Grundlagen des Davis Cup 2026: Aufbau, Daten und was es für Wetten bedeutet
Der Davis Cup ist der älteste und wichtigste Mannschaftswettbewerb im Herren-Tennis. Die erste Austragung war 1900 die Begegnung USA gegen Grossbritannien in Boston. Veranstalter ist der Tennis-Weltverband ITF. Rekordsieger sind die Vereinigten Staaten mit 32 Titeln vor Australien mit 28 (davon vier als Australasien).
Format und Spielstruktur
Eine Davis-Cup-Begegnung läuft klassisch über zwei Tage mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel. Gespielt wird jede Partie im Best-of-Three, also zwei Gewinnsätze. Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Partien. Das bedeutet für Wetten: Drei Einzel und ein Doppel können angesetzt sein, gespielt werden aber nur so viele, bis der Sieger feststeht. Wer auf die letzte Partie des Wochenendes setzt, wettet darauf, dass sie überhaupt stattfindet.
Im Finalturnier ist das Format verkürzt: Pro Begegnung werden nur drei Partien ausgetragen, zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel. Ein Finale geht also kürzer über die Bühne, und Live-Quoten bewegen sich entsprechend schneller.
Davis Cup 2026: Daten, Teams, Spielplan
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die 1. Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar 2026 statt, die 2. Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September 2026. Am Davis Cup 2025 hatten sich 161 Nationen angemeldet, von denen 157 spielten, ein Rekordwert.
Für das Final 8 des Davis Cup 2026 sind qualifiziert: Spanien, Deutschland, Grossbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien. Italien ist als Titelverteidiger Gastgeber und tritt automatisch an. Den Davis Cup 2025 gewann Italien im Finale in Bologna gegen Spanien mit 2:0.
Was das für Wetten auf Länderbegegnungen heisst
Drei Punkte tragen die Konsequenzen aus dem Format:
Erstens, der Spielplan. Wer auf eine Begegnung wettet, muss wissen, in welcher Runde sie stattfindet. In den Qualifikationsrunden treffen andere Teams aufeinander als im Finalturnier. Wer auf Spanien tippt, sollte prüfen, ob die Wette für die Qualifikation, das Viertelfinale oder das Halbfinale gilt. Das Wettprogramm der Veranstalter führt pro Begegnung den korrekten Kontext.
Zweitens, die Partien. Wer auf einzelne Matches wettet, sollte die Reihenfolge kennen: zwei Einzel am ersten Tag, ein Doppel und ein Einzel am zweiten Tag. Wer auf das Doppel setzt, geht davon aus, dass die Begegnung noch offen ist. Steht es nach dem zweiten Einzel 2:0, fällt das Doppel aus, und die Wette wird in der Regel erstattet.
Drittens, der Modus. Best-of-Three bedeutet, dass ein Spieler einen Satz verlieren kann und trotzdem gewinnt. Handicap-Wetten auf Sätze sind daher heikler, als sie aussehen, ein 0:2-Rückstand ist noch nicht verloren.
Rechtslage: Warum es in der Schweiz nur zwei Veranstalter gibt
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Aufsichtsbehörde ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Eine Bewilligung umfasst zwei Teile: die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS), und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft.

Die Beschränkung auf zwei Veranstalter
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, Ticino und Liechtenstein, und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS), in der Praxis zusätzlich im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters. Eine Registrierung verlangt ein Ausweisdokument, das gegen Adressdatenbanken geprüft wird. Jede Person darf sich nur einmal registrieren.
Was gewettet werden darf
Wetten sind nur auf Sportereignisse erlaubt, nicht auf Wetter, Politik oder TV-Shows. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden sind nur wetten, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerben ebenso. Rankingwetten sind nur zulässig, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Eckball- und Kartenmärkte sowie ein Esports-Bereich fehlen in der Liste.
Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Live-Wetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS kennt keine inhaltliche Einschränkung bestimmter Live-Märkte.
Einsatzlimiten als Geschäftsbedingungen
Die Einsatzlimiten bei Sporttip sind CHF 1 als Mindesteinsatz für Einzel- und Kombiwetten, CHF 1’000 als Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limite jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette darüber wird nicht angenommen. Cash-Out ist nur online verfügbar, nur als vollständiges Cash-Out, und nicht garantiert. Wer abgesichert aussteigen will, bekommt einen Betrag, der unter dem möglichen Gewinn bei Spielende liegt, und kann diese Möglichkeit jederzeit verlieren.
Besteuerung: Gewinne und Verluste
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bund setzt die Schwelle auf CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht ab, daher gilt «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können.
Ein typischer Wettender gewinnt weit unter dieser Schwelle: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Wer im Ausland wettet, hat keinen Anspruch auf Verrechnungssteuer, weil sie dort nicht erhoben wird. Allerdings behandelt der Kanton Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen, was die kantonale Steuerpraxis im Einzelfall prüfen lässt.
Werbung und Boni
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht Minderjährige oder gesperrte Personen ansprechen (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt.
Offshore: was ohne Schweizer Bewilligung passiert
Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar, bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg und keinen Schweizer Spielerschutz.
Die Gespa blockiert ausländische Domains per DNS, gestützt auf Art. 86-93 BGS. Die erste Liste wurde am 3. September 2019 veröffentlicht; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Wird eine Domain blockiert, tauchen Ersatzdomains innerhalb von Stunden auf, was die Sperre zu einer laufenden Arbeit macht, nicht zu einer endgültigen Lösung.
Sportlerschutz und Mindestalter
Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen. Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer oder Wettkämpferin an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Eine Wette, die entgegen dieser Regel platziert wird, ist ungültig, und der Einsatz wird zurückerstattet.
Die Marge bei Tennis-Quoten: Was die Buchmacher pro Markt einbehalten
Eine Quote trägt zwei Dinge in sich: die Wahrscheinlichkeitsschätzung des Veranstalters und seinen Anteil, die Marge. Bei einer ausgeglichenen Begegnung mit zwei Spielern, die mit gleicher Wahrscheinlichkeit gewinnen, läge die faire Quote für jeden bei 2.00. Ein Buchmacher unter Marktbedingungen setzt sie tiefer, etwa bei 1.90 zu 1.90, um auf jeder Seite etwas zu verdienen. Was fehlt, ist seine Marge.
Berechnung der Marge am Beispiel
Für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als der Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Einzelquoten:
Auszahlungsquote = 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 ≈ 0.95
Die Auszahlungsquote liegt bei rund 95 %, die Marge dementspielend bei rund 5 %. Bei einem Einsatz von CHF 100 zahlt der Markt im statistischen Mittel CHF 95 zurück, CHF 5 verbleiben beim Veranstalter. Bei jeder Wette liegt der Erwartungswert deshalb leicht unter dem Einsatz, langfristig verliert der Spielende etwa 5 Rappen pro Franken, den er setzt. Das ist der Preis der Wette.
Was die Marge für den Wettenden bedeutet
Die Marge bewegt sich je nach Markt und Veranstalter. Übliche Werte bei grossen Tennis-Märkten liegen zwischen 4 % und 7 %, bei Live-Wetten und Nischenmärkten auch darüber. Wer seine Marge kennt, weiss, wie viel jeder Franken Einsatz ihn im Schnitt kostet.
Ein konkreter Vergleich hilft: Wer 100 Franken auf eine Quote 2.0 setzt, gewinnt bei einem Erfolg 200 Franken zurück. Bei einer Marge von 5 % liegt der faire Marktpreis nicht bei 2.0, sondern etwas tiefer, weil der Veranstalter 5 % einbehält. Das ist der Grund, warum ein «fairer» Markt nie exakt 2.00 zeigt, sondern immer leicht darunter.
Bei einer Davis-Cup-Begegnung zwischen zwei gleich starken Teams liegt die Marge typischerweise im unteren Bereich, weil das Interesse am Markt den Wettbewerb unter den Veranstaltern hochhält. Bei einem klar favorisierten Heimteam, etwa Italien im Finalturnier, kann die Marge auf der Aussenseiter-Seite höher liegen, weil dort weniger Volumen fliesst.
Live-Wetten und Cash-Out
Bei Live-Wetten ist die Marge in der Regel höher als bei Pre-Match-Wetten, weil der Veranstalter auf jede Kursänderung reagieren muss und das Echtzeit-Pricing aufwendiger ist. Cash-Out verstärkt den Effekt: Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Spielende, die Differenz enthält die Marge und einen Risikoabschlag für den Veranstalter. Wer eine Wette vorzeitig sichert, gibt einen Teil des Erwartungswerts ab.
Warum Quotenvergleiche zwischen Anbietern hier nicht funktionieren
Ein Quotenvergleich zwischen Swisslos, der Loterie Romande und einem Offshore-Bookie ist nicht aussagekräftig, weil das Wettprogramm und die Märkte unterschiedlich sind. Die Gespa-Liste legt fest, welche Wetten angeboten werden dürfen, und diese Liste enthält nicht alle Märkte, die ein ausländischer Anbieter führt. Wer die «beste Quote» sucht, sollte zuerst prüfen, ob die Wette überhaupt erlaubt ist.
Wie eine Davis-Cup-Wette abgerechnet wird
Eine Wette auf eine Davis-Cup-Begegnung wird nach den Regeln des Veranstalters abgerechnet. Bei Sporttip zählt die reguläre Spielzeit, also die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Im Davis Cup gibt es weder Verlängerung noch Penaltyschiessen, das Tennis kennt keine solche Regelung, der Satzgewinn ist die Einheit. Was passieren kann, ist ein Spielabbruch, eine Aufgabe oder ein Spiel, das nicht zu Ende gespielt wird.
Abbruch, Aufgabe und Nichtantritt
Wenn ein Spieler aufgibt, zählt das Ergebnis zum Zeitpunkt der Aufgabe. Wer auf «Satz 1, Spieler A» wettet und Spieler A den ersten Satz gewinnt, dann aber aufgibt, hat die Wette gewonnen, soweit das Wettprogramm den Satzgewinn als abrechnungsrelevant einstuft. Wer auf den Matchsieg wettet und Spieler A verliert durch Aufgabe, hat die Wette verloren. Wer auf die Gesamtzahlung der Spiele wettet, muss wissen, dass die Wette storniert wird, wenn die Begegnung nicht stattfindet.
Wenn die Begegnung abgesagt wird
Wird eine Begegnung abgesagt, ohne dass sie begonnen hat, wird die Wette in der Regel storniert und der Einsatz zurückerstattet. Das gilt auch für Wetten auf Einzelspiele, die innerhalb einer abgesagten Begegnung angesetzt waren. Ein Cash-Out-Stempel auf einer stornierten Wette verfällt; der Cash-Out-Betrag wurde bereits ausgezahlt und wird nicht zurückgefordert.
Live-Wetten und Quote 1.00
Bei Sporttip-Live-Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, der Einsatz wird zurückerstattet. In spielentscheidenden Situationen, etwa ein Matchball oder eine Verletzungspause, kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Das schützt den Veranstalter vor Wetten, die nur deshalb platziert werden, weil der Ausgang bereits feststeht.
Kombinationen und abhängige Ereignisse
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Wetten auf zwei verschiedene Spiele derselben Begegnung, etwa «Italien gewinnt Satz 1» und «Italien gewinnt das Match», sind ohne den Bet-Builder keine zulässige Kombination. Nimmt der Veranstalter eine solche Kombination versehentlich an, kann er die ganze Kombinationswette für das Ganze erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Pre-Match, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, und ist in Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert.
Quotenboosts und Profitboosts
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Pre-Match-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Häufig gestellte Fragen
Kann man in der Schweiz auf den Davis Cup wetten, und bei welchen Veranstaltern?
Ja, auf jeden Fall, aber die Auswahl ist eng. Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport haben in der Schweiz eine Bewilligung für Sportwetten. Sporttip bedient die Deutschschweizer Kantone, Ticino und Liechtenstein, Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone. Wer in einem anderen Kanton wohnt, hat keinen Zugang zu einem der beiden bewilligten Angebote.
Wie ist der Davis Cup 2026 aufgebaut, und was bedeutet das für Wetten auf Länderbegegnungen?
Der Davis Cup 2026 läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026 als 114. Ausgabe. Eine Begegnung besteht aus bis zu vier Einzeln und einem Doppel über zwei Tage, gespielt im Best-of-Three, im Finalturnier nur drei Partien. Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, fallen die restlichen Partien aus. Wer auf das Doppel wettet, setzt darauf, dass die Begegnung zu dem Zeitpunkt noch offen ist.
Wie werden Wetten abgerechnet, wenn eine Begegnung abgesagt oder nicht zu Ende gespielt wird?
Wird die Begegnung abgesagt, ohne zu beginnen, wird die Wette storniert und der Einsatz zurückerstattet. Bei einer Aufgabe zählt das Ergebnis zum Zeitpunkt der Aufgabe, soweit das Wettprogramm den Gewinn eines Satzes oder die Führung als entscheidend einstuft. Wetten auf noch nicht ausgetragene Spiele innerhalb der Begegnung werden in der Regel ebenfalls storniert. Die genauen Regeln stehen in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen des Veranstalters.
Welche Marge steckt in den Quoten bei Tennis-Länderkämpfen, und wie lässt sie sich abschätzen?
Die Marge lässt sich aus den Quoten berechnen, wie der vorherige Abschnitt zeigt. Für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 %, entsprechend einer Marge von rund 5 %. Bei Live-Wetten und Nischenmärkten kann die Marge höher liegen. Wer die Quoten zweier Anbieter vergleicht, sollte die Auszahlungsquote berechnen und nicht nur die höchste Einzelquote suchen.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann gelten Senkungen und Erhöhungen?
Bei Sporttip sind drei Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme zwingend zu setzen, mit Obergrenze CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Loterie Romande verlangt ebenfalls Limiten vor der ersten Wette, die genauen Werte und Fristen stehen in den jeweiligen Spielregeln.
Was ist steuerlich bei Gewinnen aus ausländischen Wettseiten zu beachten?
Bei bewilligten Schweizer Veranstaltern sind Gewinne bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei, der Bund setzt die Schwelle auf CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026, die kantonale Schwelle weicht ab. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, werden aber im Kanton Thurgau unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen behandelt, in anderen Kantonen je nach Praxis. Eine Auskunft beim kantonalen Steueramt oder einem Steuerberater ersetzt das Raten.
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Inhalt erstellt vom Team «Wettgutscheinch.com»
